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Prioritäten und Projekte

Diese Projekte können aus verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens kommen.

Bisherige Prioritäten

Im Mittelpunkt der Arbeit von QuattroPole standen seit der Vereinsgründung Themen wie die Verbesserung der Fernverkehrsanbindungen und die Vernetzung der Start-Up-Szenen der QuattroPole-Städte.

Mobilität

Eine große Herausforderung für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit allgemein, aber in einem ganz besonderen Maße für das Städtenetz QuattroPole und die Großregion, liegt in der Gewährleistung eines leistungsfähigen Angebots im öffentlichen Schienenverkehr.

Für die Städte Luxemburg, Metz, Saarbrücken und Trier sind dabei zwei Perspektiven zu beachten: direkte und möglichst getaktete Verbindungen zwischen den Städten spielen eine große Rolle im Alltagsleben der Bewohner. Weiterhin gilt es, die Anbindung an externe Wachstumszentren wie Paris, Frankfurt und Brüssel sicherzustellen.

Das Städtenetz QuattroPole hat, gemeinsam mit den Netzen Tonicités, Sillon lorrain und dem Eurodistrict SaarMoselle, eine Resolution verfasst, die eine verbesserte Anbindung im europäischen Schienenfernverkehr fordert. Die Städte sprechen sich etwa für den Erhalt des Nordastes der Strecke Paris-Frankfurt (über Saarbrücken und Kaiserslautern), den Ausbau der Strecke Brüssel-Luxemburg-Straßburg (Eurocaprail) sowie eine Verbesserung der Zugverbindungen in den Süden Frankreichs aus.

Die Resolution wurde an die zuständigen Eisenbahnunternehmen sowie an alle Exekutiven des Gipfels der Großregion versandt, um eine möglichst breite Mobilisierung zu erreichen.

In einem gesonderten Briefwechsel sprechen sich die Städte gemeinsam dafür aus, das aktuell diskutierte Fernverkehrskonzept der Deutschen Bahn um eine grenzüberschreitende Perspektive zu erweitern. Geplante Fernzüge müssten nicht zwangsläufig in Trier und Saarbrücken enden, sondern könnten möglicherweise bis nach Luxemburg oder Metz verlängert werden.

Für das Jahr 2016 sind die Fortführung der politischen Kommunikationsarbeit zum Schienenfernverkehr sowie die Erarbeitung von Konzeptvorschlägen zur verbesserten Mobilität zwischen den vier Städten vorgesehen.

Digital- und Kreativwirtschaft

Die Städte Luxemburg, Metz, Saarbrücken und Trier verfügen mit insgesamt 75.000 Studierenden und verschiedenen bestehenden Clusterstrukturen und Forschungseinrichtungen über ein beträchtliches wirtschaftliches Innovationspotenzial, nicht zuletzt im Bereich der Digital- und Kreativwirtschaft. Das Städtenetz QuattroPole hat sich zum Ziel gesetzt, junge Unternehmen und Initiativen in den Städten Luxemburg, Metz, Saarbrücken und Trier zu vernetzen und mögliche Potenziale einer vertieften Zusammenarbeit zu identifizieren.

Zum Ende des Jahres 2015 fanden erste Vernetzungstreffen statt. Dies soll in 2016 weitergeführt werden. Darüber hinaus sind für 2016 gemeinsame Veranstaltungen vorgesehen.

So fand im vergangenen April in Metz eine QuattroPole-Messe statt, die 35 Start-Up-Unternehmen die Möglichkeit bot, ihre Geschäftsidee vorzustellen und wichtige Kontakte zu Partnern und Investoren zu knüpfen.

Energie

Die Städte Luxemburg, Metz, Saarbrücken und Trier haben sich vor dem Hintergrund der Pariser Klimakonferenz 2015 dazu entschlossen, ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Energie und Klimaschutz zu intensivieren.

Im Oktober 2015 traf sich der Vorstand von QuattroPole e.V. zu einer Konferenz im Rathaus der Stadt Metz, um eine QuattroPole-Klimaschutzerklärung zu unterzeichnen.

Darin verpflichten sich die Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister zur Verringerung der Treibhausgasemissionen, zu einer Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energieträger am Verbrauch sowie zu einer Reduktion des Gesamtenergieverbrauchs in ihren Städten.

Als wichtige Handlungsfelder genannt werden neben der Energieversorgung an sich etwa der öffentliche Personennahverkehr, die Gebäudeisolierung und die Abfallverwertung.

Auch im Rahmen des Städtenetzes QuattroPole soll die Zusammenarbeit ausgebaut werden. Als erster Schritt fand im Dezember 2015 in Trier ein Workshop unter Beteiligung der Städte, der Stadtwerke sowie verschiedener Projektträger statt. Als interessante Themen der weiteren Kooperation kristallisierten sich die Elektromobilität sowie die Digitalisierung in der Energiewirtschaft heraus.

Fairer Handel/Nachhaltigkeit

Seit dem Jahr 2012 sind alle vier Städte mit dem Siegel für fairen Handel ausgezeichnet. Auch grenzüberschreitend engagieren sich die FairTrade-Initiativen sowie die Städte selbst, um das Bewusstsein der Bevölkerung für die Themen sozialverträgliche Arbeitsbedingungen, faire Preisgestaltung, Transparenz und nachhaltige Entwicklung zu schärfen.

Neben dem klassischen Handlungsfeld der Sensibilisierung decken die Aktivitäten der QuattroPole-Projektgruppe weiterhin die Bildung sowie Zertifizierungsmaßnahmen ab.

Die QuattroPole-Projektgruppe „Fairer Handel“ hat im Jahr 2015 verschiedene Aktionen durchgeführt und sich an zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen beteiligt.

So war die Projektgruppe beispielsweise im März an der Universität in Metz und im Mai beim Europatag in Luxemburg präsent, um für faire Handelspartnerschaften zu werben. Weiterhin war die QuattroPole-Projektgruppe im Juni beim Weltbürgerfrühstück in Trier und im Juli beim Festival Fair Trade Live im Rahmen des Altstadtfestes in Saarbrücken vor Ort.

In Luxemburg und Trier wurden Schulklassen für ihr Engagement für fairen Handel ausgezeichnet.