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QuattroPole Mitgliederversammlung November 2015

Freitag, 6. November 2015

QuattroPole unterzeichnet Resolution zur Anbindung an den europäischen Schienenfernverkehr.

Der Verein QuattroPole e.V. traf sich am Donnerstag, den 5. November 2015, zur ordentlichen Mitgliederversammlung in Trier. Charlotte Britz, Oberbürgermeisterin der Stadt Saarbrücken, verdeutlichte gleich zu Beginn der Sitzung die Bedeutung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in Bezug auf die Anbindung an den europäischen Schienenfernverkehr. „Diese Vereinsstruktur gibt uns die Möglichkeit, politisch sichtbarer zu werden und noch mehr Präsenz zu zeigen. Wenn wir von der Verkehrsanbindung unserer Städte reden, geht es auch um unser Bestreben, die Region wirtschaftlich attraktiv zu gestalten und Arbeitsplätze zu schaffen“, so die aktuelle Präsidentin des Vereins. Ausdrücklich begrüßte sie die Initiierung einer gemeinsamen Resolution von QuattroPole mit den Städtenetzwerken Tonicités, Sillon Lorrain und dem Eurodistrict SaarMoselle zu diesem Thema.

Doan Tran, Beigeordnete der Stadt Metz, pflichtete bei und verwies zugleich auf die Notwendigkeit, im Anschluss an die Schaffung der Rechtstruktur eine grenzüberschreitende Dynamik zu entwickeln. Wolfram Leibe, Oberbürgermeister der Stadt Trier, nahm Bezug auf die kürzlich ausgerichtete Klimakonferenz von QuattroPole. „Der Energiebereich eröffnet uns große Gestaltungsmöglichkeiten auf der kommunalen Ebene. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bietet uns hier einen Mehrwert, allerdings muss auch jede Stadt für sich diese politischen Strategien vor Ort konkretisieren“, so der Trierer Oberbürgermeister.

Der Vorschlag des Luxemburger Mitglieds Guy Foetz, die Organisation einer gemeinsamen Veranstaltung gegen Fremdenfeindlichkeit und für die Freizügigkeit innerhalb der Europäischen Union ins Auge zu fassen, fand bei den Anwesenden breite Zustimmung. Im Kernraum der Großregion liege mit Schengen ein Symbolort der europäischen Integration und Völkerverständigung.

Hintergrund dieses Fingerzeigs war der Vortrag des Ehrengastes Roger Cayzelle. Der Vorsitzende des Wirtschafts-, Sozial- und Umweltausschusses Lothringens und aktuelle Präsident des Instituts der Großregion ging insbesondere auf den neuen Zuschnitt der Regionen in Frankreich ein. Die künftige Region im Osten Frankreichs wird neben Lothringen auch das Elsaß und die Champagne-Ardenne umfassen. Die Funktionsweise der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit werde dies erheblich beeinflussen. Beispielsweise seien künftig Elsässer auch in Gremien der Großregion vertreten, andererseits würden Lothringer möglicherweise in Institutionen des Oberrheingebietes vertreten sein. Die Regionalwahlen stehen im Dezember an und es sei schwer abzusehen, wie die künftigen Mehrheitsverhältnisse gestaltet sein werden.