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Klimakonferenz in Metz

Montag, 19. Oktober 2015

Auf Einladung des Metzer Oberbürgermeisters Dominique Gros traf sich der Vorstand des Städtenetzwerks QuattroPole am vergangenen Samstag, den 17. Oktober, um eine gemeinsame Absichtserklärung zur Klimaschutzpolitik zu unterzeichnen.

Oberbürgermeister Wolfram Leibe, Monsieur le Maire Dominique Gros, Beigeordneter Thomas Brück

Unterschrift der Deklaration

Laut Angaben der Deutschen Energie-Agentur verursachen Bund, Länder und Kommunen (in Deutschland) 43 Millionen Tonnen CO²-Emissionen. Davon entfallen über 70 Prozent auf die Kommunen. Welche beispielhaften Projekte in den einzelnen Städten existieren und an welchen Stellen Potenzial einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Rahmen von QuattroPole besteht, darum ging es bei der Veranstaltung im Metzer Rathaus.

Oberbürgermeister Dominique Gros skizzierte die Strategien der Stadt Metz, die schon im Jahr 2009 eine Konvention unterzeichnete, mit der sich die Stadt auf eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 20 Prozent verpflichtete. Das Engagement konkretisierte sich im Jahr 2011, in dem ein kommunaler Klimaplan verabschiedet wurde. Von großer Bedeutung sei ebenfalls das Angebot im städtischen Nahverkehr. „Durch die Schaffung unseres modernen Nahverkehrsangebots Mettis konnten wir die Treibhausgasemissionen im Mobilitätsbereich um ein Viertel reduzieren“, verdeutlicht Oberbürgermeister Dominique Gros. Weitere Ansatzpunkte stellen die thermische Renovierung der Gebäudewirtschaft und die Modernisierung der Straßenbeleuchtung dar.

Auch in Saarbrücken seien die Straßenbeleuchtung und die Stromversorgung allgemein  wichtige Elemente bei der Energieeinsparung, berichtete der zuständige Beigeordnete Thomas Brück. Als zuletzt eine diesbezügliche Ausschreibung erfolgte, bekam ein Anbieter den Zuschlag, der die Stadt Saarbrücken bis ins Jahr 2017 mit Ökostrom versorge. Weiterhin habe der Stadtrat beschlossen, den CO²-Ausstoß bis 2020 auf 60 Prozent und bis 2030 auf 50 Prozent des Ausstoßes von 1990 zu senken. „Der Klimaschutz ist eine Aufgabe für alle staatlichen Ebenen, allerdings vollzieht er sich am konkretesten in den Kommunen“, so Beigeordneter Thomas Brück.

Oberbürgermeister Wolfram Leibe präsentierte Nahwärmenetze der Stadt Trier und betonte die Bedeutung der Kooperation verschiedener Akteure, wie der Stadtwerke, der Energieagenturen sowie zivilgesellschaftlicher Initiativen. So gebe es in Trier schon seit 21 Jahren einen Solarverein, der den Klimaschutz konkret vorantreibe.