QuattroPole-Stadtschreiberin

Als erste QuattroPole-Stadtschreiberin hält Frauke Birtsch ihre Eindrücke von Leben, Alltag und Besonderheiten in den QuattroPole-Städten fest. Wechselnde Blickwinkel, Sprachrhythmus und Poesie kennzeichnen ihre Erzählungen.

"Grenzen / grenzenlos“

Lesung von Frauke Birtsch mit Alfred Gulden

Sechs Monate lang wird die Autorin Frauke Birtsch in Luxemburg, Metz, Saarbrücken und Trier schreiben und sich mit dem Alltag der Bevölkerung auseinandersetzen. Das neue Projekt ist eine Aktion des Städtenetzes in Zusammenarbeit mit dem Verein Stadtschreiber Trier.

In Trier steht ihr für Gespräche mit Bürgern ein eigenes „Stadtschreiber-Wohnzimmer“ im Haus Franziskus zur Verfügung. „Nicht nur dort habe ich berührende Begegnungen gehabt, die in meine Geschichten einfließen werden, auch im Mehrgenerationenhaus und im Hospiz“, fasst Frauke Birtsch ihre bisherigen Erfahrungen zusammen. „Es ist faszinierend, welche Ausstrahlung Häuser haben, in denen Menschen sich für andere Menschen einsetzen.“

Passend zum grenzüberschreitenden Gedanken des Verbunds hat Frauke Birtsch ihr Projekt unter das Motto „Grenzen/grenzenlos“ gestellt. Ihre Einblicke, die sie in Prosatexten und Interviews präsentieren will, sollen einen Beitrag zum Zusammenwachsen der Großregion leisten.

Frauke Birtsch - verbunden mit der Großregion

Frauke Birtsch

Frauke Birtsch studierte an der Trierer Universität Kunstgeschichte, Anglistik und Germanistik. Im Trierischen Volksfreund erschien ihre erste Kurzgeschichte. Nach mehrjährigen Auslandsaufenthalten in Kanada und Österreich lebt die Autorin im Hochwald. Ihr Leben jenseits des Schreibens ist ebenso von der Literatur bestimmt. Sie konzipiert und leitet Studienfahrten auf den Spuren berühmter Schriftsteller, gibt literaturwissenschaftliche Kurse an Volkshochschulen, bietet Schreibwerkstätten für Gymnasien an und hält Literaturvorträge.
Nach Veröffentlichungen in Literaturmagazinen wie der Federwelt und der Wiener Quartalsschrift kolik unter dem von der Großmutter entlehnten Namen Frauke Verlinden arbeitet die junge Autorin an ihrem ersten Roman.

Genauigkeit des Blicks

Frauke Birtschs Erzählungen handeln von Menschen in schwierigen Lebenssituationen, an Scheidewegen, oder in akuter Not. Neben unabhängigen Kurzgeschichten liegen Paarepisoden um die fiktiven Figuren Ute Seilin und Felix Blacher vor, die Ereignisse im Leben der beiden aus ihrer jeweiligen Perspektive erzählen. Der Blickwechsel erlaubt intime Einblicke, und lässt den Leser, oft zu seinem Vergnügen, eigene Schlüsse ziehen.

Gemeinsam ist den Ich-Erzählern und Protagonisten aller Episoden und Kurzgeschichten die Genauigkeit des Blicks und die Tiefe ihrer Naturwahrnehmung. So führt im Schneckenkönig bei einer Wohnungsräumung der Fund von leeren Schneckenhäusern in einer Nachttischschublade auf schillernder Spur zurück in den Garten der Kindheit und in die Geborgenheit eines Naturparadieses.

Verein Stadtschreiber Trier e.V.

Kaiserthermen

Der im Jahr 2006 gegründete Verein Stadtschreiber e.V. geht auf eine Initiative von Teilnehmern einer Gesprächsrunde aus den Bereichen Schule, Universität, Medien, Erwachsenenbildung, Schriftstellerei, Politik und Vereinen zurück. Überzeugt vom erfolgreichen Wirken von Stadtschreibern in anderen deutschen Städten, wurde man sich schnell einig, dass die Einrichtung eines entsprechenden, zeitlich befristeten Postens eine dreifache Chance bedeutet: Für den geförderten Autor, für die Stadt Trier und für die Großregion.

Im Jahr 2007 berief der Verein Stadtschreiber Trier e.V. den Lyriker Rajvinder Singh als ersten Stadtschreiber. Frauke Birtsch ist seine Nachfolgerin.

Schlagworte dieser Seite

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um Seiten mit den gleichen Schlagworten anzuzeigen.