Le Sud in Luxemburg

Am Fuß des „Rives du Clausen“ ist der jüngste Stern Luxemburgs aufgegangen: Christoph Petra bietet auf mehreren Etagen einer ehemaligen Brauerei eine außergewöhnliche Küche.

Christophe Petra zaubert Sonne auf die Teller

Speisesaal des Le Sud Speisesaal des Le Sud

„Le Sud“ liegt am Fuß der “Rives du Clausen“, der neuen gastronomischen Trendmeile Luxemburgs. Der neue Stern am kulinarischen Himmel der großherzoglichen Hauptstadt funkelt aus einer ehemaligen Brauerei, die in vergangenen Jahren noch den Alltag des Tals prägte. 

Nach dem Empfang führt ein verglaster Aufzug, der einen Ausblick auf die „Rives du Clausen“ bietet zu einer Panoramaterrasse, auf der eine raffinierte Bar zum Verweilen einlädt. Eine Wendeltreppe führt über der offenen Küche an den dampfenden Töpfen und brutzelnden Pfannen vorbei mitten in den üppig ausgestatteten Speisesaal. Kristallkronleuchter hängen über im Barockstil dekorierten Tischen mit Velourssesseln.

Christophe Petra, Chefkoch und Inhaber ist mit 38 Jahren nicht zufällig in Luxemburg. Er wollte es so, ja er hat es sich gewünscht, obwohl er aus dem sonnigen französischen Süden stammt. Hier hat er über 10 Jahre das “Le Sud“ in Lavandou geführt und wurde berühmt. Im Oktober 2008 konnte er nach zweieinhalb Jahren Umbauzeit auf den „Rives du Clausen“ in Luxemburg sein neues Restaurant eröffnen. Heimweh haben Christophe Petra und seine Familie nicht: „Wir haben in Lavandou sieben Tage jede Woche gearbeitet, da blieb für das Meer sowieso wenig Zeit. Hier kann ich die Sonne auf die Teller zaubern.“ Seine Kinder helfen schon aktiv mit: „Das ist für die Kinder hier wie Urlaub“ lacht Petra. „Mein Sohn ist sieben und serviert gerne den Gästen amuses-bouches und erklärt ihnen dabei, welche das sind und meine Tochter sorgt mit 12 Jahren in der Küche für Ordnung, während ich gerade bei den Gästen bin.“

Ausbildung bei den Großen der Zunft

Speisesaal im Le Sud Speisesaal im Le Sud

Kochen war bei den Petras schon immer Familiensache. Die Großmutter kochte in der Schulkantine der Gemeinde und die Eltern führten eine Gaststätte. Sein Talent und seine Leidenschaft führten ihn dazu von den Größten seiner Zunft ausgebildet zu werden: Jacques Chibois, Laurent Tarridec und Paul Bocuse, dem er fünf Jahre in Paris und Lyon assistiert hat, bevor er sein eigenes Restaurant „Le Sud“ in Lavandou eröffnete.

„Wir arbeiten mit den gleichen Produkten wie in der Provence“, versichert Petra, „daher bieten wir die gleichen Gerichte an, mit Olivenöl, Basilikum, Minze. Wir passen uns aber gerne auch der Region an und nehmen zum Beispiel Wildgerichte in unsere Menüs auf“. Die Produkte sind frisch und richten sich strikt nach den saisonalen Märkten: „Wir bieten ein einziges Menü, bei uns gibt es keine Karte. Wir verarbeiten die Produkte, die uns der Markt bietet.“

Ob also eine „Seeigel Brouillade“ oder „Kastanien-Gnocchis“ mit gebratenem Lamm den Teller des Gastes im „Le Sud“ verzaubern werden, ist nicht sicher, aber eines ist gewiss: Christophe Petra wird die Sonne finden und auf dem Teller servieren.

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