„Becker’s“ in Trier

Wolfgang Becker bietet seinen Gästen in herrlicher Umgebung Spitzenküche mit erlesenen Weinen aus eigenem Anbau. Der Guide Michelin 2017 hat ihn mit einem zweiten Stern ausgezeichnet.

Kochkunst und Spitzenweine

Wolfgang Becker

Wolfgang Becker

Einer der beliebtesten Adressen für deutsche Gourmets ist die Moselregion und ihr Herzstück Trier. Herrliche Landschaften, eine Weinbautradition, die auch in Frankreich viele Anhänger kennt und eine Küche, die keine Wünsche offen lässt: In diesem Kleinod für Naturliebhaber und Feinschmecker findet sich das „Becker’s“ in Trier-Olewig.

Wolfgang Becker, Jahrgang 1968, betreibt hier ein Weingut, ein Restaurant und ein Hotel, die aus der elterlichen Winzerei gewachsen sind: „Meine Eltern haben ihren Gästen zu den Weinen aus eigener Herstellung auch manchmal etwas zu Essen gereicht.“

Wolfgang Becker hat den elterlichen Betrieb zu einem gastronomischen Gesamterlebnis ausgeweitet. „Ich habe als Kind früh mitangepackt und bin so in dieser Aufgabe hineingewachsen, wobei mich die Küche, die dampfenden Töpfe, die verschiedenen Düfte am meisten fasziniert haben.“

Für ihn basiert die Kochkunst auf solidem Handwerk, das die Kreativität erst ermöglicht. Seine Gäste sind experimentierfreudig: „Wir geben die Richtung mit einem Achtgangmenü vor und für jeden Gang wird der passende Wein aus dem eigenem Gut angeboten.“

Einflüsse der traditionellen französischen Küche

Restaurant „Becker’s“

Restaurant „Becker’s“

Im „Becker’s“ überwiegen die französischen Einflüsse, das gibt der Koch und Geschäftsführer freimütig zu: „Tischkultur basiert nun mal eher auf französischer Tradition als auf deutscher, wo Essen über lange Zeit nur dem Stillen des Hungers diente. Aber die Dinge ändern sich.“ Mit Genuss und hoher Kunstfertigkeit nutzt Wolfgang Becker die Einflüsse der traditionellen französischen Küche und komponiert nach eigenem Geschmack wie bei seiner Gefüllten Entenbrust, die er mit gratinierter Entenleber und Quittenschmarren zubereitet.

Wolfgang Becker fühlt sich keiner besonderen Schule verpflichtet, seine Arbeit dient dem Geschmack der Produkte und den Sinnen seiner Gäste: „Ich entwickle traditionelle Küche weiter, ohne dass diese ihren Ursprung aufgeben muss. Über allem steht der Geschmack, es muss dem Gast schmecken und die Verpackung ersetzt nicht den Inhalt.“ Die Menüauswahl von Wolfgang Becker legt regelmäßig den Schwerpunkt auf Meeresprodukte, ohne dabei auf Wildgerichte im Hauptgang zu verzichten. „Aber Meeresfrüchte werden von meinen Gästen bevorzugt, da es schwierig ist, in der Moselregion ein entsprechendes Angebot als Privatperson zu finden. Da muss man zum Einkaufen schon nach Luxemburg oder Metz fahren.“

Das „Becker’s“ bietet seinen Gästen ein elegantes, modernes Interieur mit klaren Linien und hellen Tönen. Ein Zusammenspiel, das bei der Kundschaft großen Anklang findet und sich auch bei den anspruchsvollen Nachbarn rumspricht, freut sich Wolfgang Becker: „Wir haben viele Gäste aus Luxemburg und auch Frankreich, die sich nach neuen Weinen umschauen und sich auch gerne zum Essen verführen lassen. Die Leute kommen, weil das Etablissement weiterempfohlen wird, nicht weil wir Werbung schalten.“

Die Essenskultur erlebt in Deutschland gerade einen Hype, doch Selbstzufriedenheit ist der erste Schritt zurück nach hinten, weiß Wolfgang Becker: „Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Nehmen Sie zum Beispiel den Fußball: Die Bundesliga hat die meisten Zuschauer der europäischen Fußballligen, aber nicht die besten Mannschaften.“ Dafür besteht Wolfgang Becker im Kreis der Champion’s League Köche der Grenzregion und ein weiterer Aufstieg scheint nicht ausgeschlossen. Das „Becker’s“ setzt dafür auf eine Vielfalt von Produkten und Qualität, die alle Möglichkeiten eröffnen.