QuattroPole-Tagung: Visionen der Bürger/innen im Herzen Europas
Im Mittelpunkt steht die Frage der Identität und Zugehörigkeit von Migranten und Migratinnen der zweiten und dritten Generation: Fühlen sie sich der neuen Heimat oder ihrem Herkunftsland verbunden, sehen sie sich als Europäer oder als Grenzgänger? Ziel des Städtenetzes QuattroPole ist es, dabei neue Ideen für eine stärkere Partizipation zu erarbeiten.
Die Tagung richtet sich insbesondere an Schülerinnen und Schüler der Oberstufen in Luxemburg, Metz, Saarbrücken und Trier, aber auch an alle interessierten Bürger. Die Vorträge und Diskussionen finden zwischen 9:30 Uhr und 17 Uhr statt und werden simultan gedolmetscht. Anmeldungen nimmt das QuattroPole-Büro der Stadt Metz entgegen, E-Mail: sparazza@mairie-metz.fr, sowie das Zuwanderungs- und Integrationsbüro der Landeshauptstadt Saarbrücken (ZIB): E-Mail: zib@saarbruecken.de, Tel. (0681) 905-1588.
Citoyenneté: Mitmachen – Mitgestalten
Wissenschaftler der Universitäten Luxemburg, Metz, Nancy und Saarbrücken sowie Referenten von Forschungseinrichtungen und Migranten-Organisationen stellen bei der Tagung ihre Projekte und Studien vor und diskutieren die Idee der Citoyenneté. Diese „Bürgeridentität" basiert vor allem auf der Teilhabe am öffentlichen Leben. „Im Zentrum der Tagung steht die Frage: Wie kann aus der Vielfalt von Herkunft, Sprachen und der Erfahrung vom Leben an der Grenze ein Gemeinschaftsgefühl erwachsen?", betont Veronika Kabis, Leiterin des ZIB und der Arbeitsgruppe „Migration, Partizipation, Citoyenneté" im Städtenetz QuattroPole. „Hier in unseren Städten wachsen die jungen Leute heran, die die notwendigen Kompetenzen für morgen mitbringen: die Fähigkeit zum Überschreiten von Sprach- und Kulturgrenzen, das Denken über den Tellerrand, die Identifikation mit Europa, ohne dass der Rest der Welt aus dem Blick gerät. Mit der Tagung wollen wir den jungen Leuten Gelegenheit geben, diese Themen zu diskutieren und über ihr eigenes Lebensgefühl als Menschen mit oder ohne Migrationshintergrund in der Region nachzudenken."
Programm: Aspekte der Einwanderung in der Region und Europa
Marcel Lorenzini vom Centre de Documentation sur les Migrations Humaines (CDMH) Dudelange berichtet über seine Studien zu ethnischen Restaurants im städtischen Raum. Mit Studenten und Schülern hat er erforscht, ob diese die Akzeptanz und „Integration" fördern können. Ines Krumm und Mareike Grewe vom Institut für Kulturgeografie an der Universität des Saarlandes haben die Geschichte der Saarbrücker Stadtviertel Alt-Saarbrücken und Malstatt untersucht, die beide stark von der Einwanderung geprägt sind. Maria Duran Kremer, Vorsitzende des Ausländerbeirats der Stadt Trier, beschreibt den Integrationsprozess von Migrantenkindern in Trier. Piero Galloro von der Universität Paul Verlaine-Metz zeichnet die Einwanderungsgeschichte der Region nach und zeigt Unterschiede und Gemeinsamkeiten der QuattroPole-Städte auf. Vincent Ferry von der Universität Nancy zieht schließlich einen Vergleich zur Situation junger Einwanderer in Europa.
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