Ringzug soll Städtenetz verbinden - Lenkungsausschuss QuattroPole tagte in Trier
„Der Ringverkehr, der das Städtenetz im Zwei-Stunden-Takt verbinden könnte, ist für Touristen und Pendler gleichermaßen interessant und beschleunigt die Verbindungen innerhalb des Städtenetzes“, so Charlotte Britz. Rund zehn Minuten könnten die Fahrgäste pro Strecke zwischen den einzelnen QuattroPole-Städten sparen, zwischen Luxemburg und Trier dauert die Fahrt nach ersten Modellrechnungen nur noch 35 statt bisher 44 Minuten. Die Kooperation auf der Schiene soll das bisherige System der vier unterschiedlichen regionalen Anbieter ersetzen. „Wir etablieren eine neue Denkweise, Mehrkosten gegenüber dem jetzigen System entstehen nicht“, versicherte Triers Oberbürgermeister Klaus Jensen. Zudem würde das Vorhaben durch die Europäische Union gefördert.
Mit diesem Projekt greifen die QuattroPole-Städte einer Handlungsempfehlung vor, die Vertreter der Universität Trier auf der Grundlage einer vierjährigen repräsentativen Befragung in Trier, Metz, Saarbrücken und Luxemburg erarbeitet haben. Darin wird unter anderem neben der Schaffung eines Verkehrsverbundes auf Schiene und Bus, die Betonung der Kultur als Wirtschaftsfaktor sowie der Abbau von Sprachbarrieren angeraten. Der Metzer Beigeordnete Lioger plädierte dafür, die dynamischen Kräfte der Universitäten stärker zu nutzen und wies auf die Eröffnung des Centre Pompidou-Metz im Mai kommenden Jahres hin.
Darüber hinaus wollen die QuattroPole-Vertreter ihre Zusammenarbeit auf weitere Bereiche ausdehnen. Es sei angedacht, die Stadtwerke in den Bereichen Energieversorgung und Netzentwicklung zusammenzuführen und auch dort Akzente zu setzen, sagte Triers OB Jensen. Auf großes Interesse stieß das Angebot Helmingers, am luxemburgischen Stand bei der Weltausstellung in Shanghai im kommenden Jahr nicht nur das Großherzogtum, sondern auch die QuattroPole-Region zu präsentieren.
Weitere Informationen: www.quattropole.org
Die Ergebnisse des vierten und letzten Teils der Studie zur Wahrnehmung von Nachbarschaft am Beispiel der QuattroPole-Städte der Universität Trier werden am 28. September um 14 Uhr im Rahmen einer Pressekonferenz im Rathaus Metz vorgestellt.












