Ringzug Q_Intracity

Der Eurodistrict SaarMoselle und das Städtenetz QuattroPole sprechen sich in einer Resolution gemeinsam für eine Verbesserung des grenzüberschreitenden Schienenverkehrs aus.

Darin fordern sie eine Optimierung des grenzüberschreitenden Schienenverkehrs mit einem vertakteten Angebot in Orientierung am Konzept des Q_Intracity. Dabei handelt es sich um einen Ringzug, der im Zwei-Stunden-Takt die QuattroPole-Städte Luxemburg, Metz, Saarbrücken und Trier miteinander verbindet und damit auch die Städte des Eurodistrict SaarMoselle umsteigefrei verknüpft.

So könnten auch Zugwagen eingespart werden. Ein solches Angebot haben der ehemalige Bundesverkehrsminister Reinhard Klimmt und der Verkehrsexperte Werner Matthias Ried vorgeschlagen.

Der Eurodistrict SaarMoselle und das Städtenetz QuattroPole wenden sich mit ihrer Resolution an die Aufgabenträger in der Großregion - darunter das saarländische Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr, den Minister für nachhaltige Entwicklung und Infrastrukturen in Luxemburg, den Regionalrat Lothringen und den Zweckverband Schienenpersonennahverkehr von Rheinland-Pfalz. Im Rahmen der anlaufenden Ausschreibung von Leistungen im Schienenregionalverkehr für die Jahre 2015 bis 2029 soll so der grenzüberschreitende Schienenpersonenverkehr besser berücksichtigt werden.

Die Präsidentin des Eurodistrict SaarMoselle, Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz, erklärte dazu: „Nur in der Zusammenarbeit besteht unsere gemeinsame Chance, im Wettbewerb der Regionen zu bestehen. Ein attraktives Angebot auf der Schiene ist eine wesentliche Voraussetzung für das Zusammenwachsen der Region und für den grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt, aber auch ein wichtiges Instrument für die Herausforderungen des Klimawandels.“

Der Eurodistrict und QuattroPole fordern die Verantwortlichen in Lothringen, Saarland, Rheinland-Pfalz und Luxemburg deshalb auf, zusammen zu arbeiten und ein adäquates Angebot im grenzüberschreitenden Schienenverkehr miteinander abzustimmen.

Hintergrund: Mangelhafte Zugverbindungen

Die Zugverbindungen im Schienenregionalverkehr sind derzeit mangelhaft: Häufiges Umsteigen und Zugfahrten, die nicht den Bedürfnissen der Reisenden entsprechen, machen den grenzüberschreitenden Zugverkehr unattraktiv. Wer von Saarbrücken nach Metz will, muss meistens in Forbach umsteigen. Die letzte Fahrt von Saarbrücken in Richtung Forbach und Metz erfolgt zum Beispiel schon um 19:31 Uhr, so dass für Freizeitreisende und Nachtschwärmer kein Angebot auf der Schiene besteht. Wer etwa von St. Avold nach Völklingen fahren will, muss zweimal umsteigen, nämlich in Forbach und auch in Saarbrücken. Ferner verkehren hier Dieselfahrzeuge auf elektrifizierten Strecken.

Das Angebot des Q_Intracity

Q_Intracity
 
Vergleich der bestehenden Angebote und des Q_Intracity
 
14.10.2010

Schlagworte dieser Seite

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um Seiten mit den gleichen Schlagworten anzuzeigen.